Die Chronik des Vereins in Kurzfassung

 

 

 

1921 trafen sich ein paar junge Männer in Tollhausen und beschlossen eine Kirmes im Dorf zuhalten. Der erste Weltkrieg war gerade ein paar Jahre vorbei, und noch allen in guter oder schlechter Erinnerung. Wie man möchte. Man wollte durch eine Kirmes die Einwohner auf andere Gedanken bringen. Das war der Grundstein für eine bis heute andauernde Geschichte des heutigen Bürgervereins Tollhausen.

 

   Da die Kirmes mit Erfolg gekrönt war, wurde sie dann jährlich wiederholt. Es gab aber kein festes Datum und die Männer die die Kirmes organisierten trafen sich auch nur locker und ohne jeden Zwang. Eben ungeordnet.

 

  1934 nach der Kirmes traf man sich am 15.Juli 1934 im Lokal Habrich um die Kirmes Abzurechnen. Bei dieser Versammlung wurde dann Beschlossen, dass man doch einen festbestehenden Verein gründen wolle, um die bis jetzt gefeierte Kirmes zu sichern und das Volksfest zu verbessern und zu erhalten. Dies wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen. Als Vorsitzender wurde Matthias Buntenbroich gewählt. Als Kassierer wählte man Wilhelm Buntenbroich und als Schriftwart Gerhard Schwieren. Die drei übernahmen dann die notwendigen Schritte, die nötig waren, um einen Verein zu Gründen. Die Kirmesgesellschaft Tollhausen war offiziell gegründet. Die drei legten die Statuten fest und am 24.Juli war dann die erste Versammlung der Kirmesgesellschaft. Die Statuten wurden Vorgestellt und die jeweiligen Stellvertreter wurden gewählt. Als Jahresbeitrag wurde 1Mark festgelegt.

 

In den Wirren des 2.Weltkrieges wurde dann keine Kirmes gefeiert. Man Beschloss aber, dass man den Mitgliedern die Einberufen wurden, ein Paket in Form von Pfefferminz, Zigaretten, kleinen Zigarren, Tabak und Feldpostkarten im Wert von 3 Mark mitzugeben.

 

Die erste Kirmes in der Nachkriegszeit wurde dann 1951 gehalten. Von nun an wurde dann auch jedes Jahr Kirmes gefeiert.

 

In den 60er Jahren wurde die Kirmes immer schlechter besucht, so dass man gezwungen war, sich etwas Neues einfallen zu lassen. Es wurde ein sogenannter bunter Abend Organisiert. Es wurden Musikgruppe verpflichtet, die zum Teil auch aus Tirol kamen. In den ersten Jahren bekam man so das Zelt wieder voll. Ende der 60er Jahre führte man dann einen Klumpenball ein.

 

 1970 beschloss man dann, in Anbetracht auf das bevorstehende 50jährige Jubiläum der Kirmesgesellschaft im nächsten Jahr, ein gemeinsames großes Fest zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Tollhausen zu Feiern. Die Feuerwehr feiert dann ihr 75jähriges Bestehen. Nach Rücksprache mit dem Leiter der Feuerwehr wurde dann ein gemeinsamer Festausschuss gegründet und das große Fest 1971 wurde Organisiert. Aus Anlass dieser Jubiläumsfeier wurde dann auch eine Verlosung gestartet. Die Jubiläumkirmes war ein großer Erfolg für beide Seiten. Bei der Versammlung nach dem Fest wurde dieser Erfolg zum Anlass genommen, den Namen der Kirmesgesellschaft Tollhausen in den Namen Bürgerverein „Einigkeit“ Tollhausen zu ändern. Die Namensänderung wurde Beschlossen und Verkündet. So heißt der Verein heute noch. Da die Verlosung als zusätzliche Einnahme gutgeheißen wurde, wurde sie von nun an jedes durchgeführt. Die Kirmes wurde von nun an auch Margarethen Kirmes genannt und immer am 2.Wochenende im Juli gefeiert. Weiterhin wurde im Jahr 1971 die Pflege der Margarethen-Kapelle übernommen und die Organisation für den St. Martinszug wurde vom Bürgerverein übernommen. Bis jetzt wurde dieser immer nur von einzelnen Einwohner in loser Zusammenkunft organisiert.

 

 1975 wurde zum ersten Mal Versucht, den Bürgerverein Tollhausen als Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Dies wurde dann aber von der Mehrheit der Mitglieder abgelehnt.

 

 Die Margarethen- Kapelle wurde 1976 von Mitgliedern des Bürgervereins Renoviert. Geld dazu kam von einem Sparbuch das eigens dafür angelegt war. Dieses Buch wurde von Frau Hilgers verwaltet.

 

Weil das Aufhängen der Fähnchen zu Kirmes immer weniger wurde, hat man 1978 beschlossen, Fähnchen vom Verein zu Kaufen und im Dorf zu verteilen. Weiter kam noch dazu, dass man Kirmesmontag Erbsensuppe im Dorf verkaufen wollte. Damit soll erreicht werden, dass mehr Besucher den Klumpenball besuchten und nicht am Herd sehen sollten.

 

 1979 wurde der seit 1921 stattfindende Kirchgang am Sonntagmorgen zum ersten Mal abgesagt. Der Grund lag wohl darin, das seit drei Jahren keine Hl. Messe mehr für den Bürgerverein Tollhausen gelesen wurde. Da das Verteilen der Fähnchen nicht den gewünschten Erfolg brachte, wurden von nun an die Fähnchen vom Bürgerverein aus aufgehängt.

 

1980 der Verkauf von Erbsensuppe wurde wieder Eingestellt. Der erhoffte Erfolg war nicht eingetreten.

 

Im gleichen Jahr wurde auch ein Straßenfest zum Vatertag an Christi Himmelfahrt organisiert und durchgeführt. Dies wird auch heute noch gehalten. Aber nicht mehr als Straßenfest, sondern in eigenen Räumen.

 

1981 Aufgrund des immer schlechter werdenden Besuch von der Sonntagabend Veranstaltung, wurde der Sonntagabend komplett vom Programm gestrichen.

 

1982 Da es immer mehr Frauen im Dorf gab, die auch im Bürgerverein aufgenommen werden wollten, hat man sich nun entschlossen diesen Druck nachzugeben. Es wurden zum ersten Mal Frauen im Bürgerverein zugelassen und Aufgenommen.

 

1990 in diesem Jahr wurde zum ersten Mal Montagsmorgen eine hl. Messe im Zelt durchgeführt. Der Klumpenball war auf Sonntagnachmittag verlegt worden.

 

1991 in diesem Jahr sollte das 70jährige Bestehen des Bürgervereins gefeiert werden. Doch man entschloss sich dafür, aus Kostengründen und weil es ja kein offizielles Jubiläum war, die Feier klein zu halten.

 

An Kirmes wurde ein gemaltes Bild in der Größe 1,10m X 2,00m der Margarethen-Kapelle vorgestellt. Dieses Bild hat der Bürgerverein Frank Buntenbroich zu verdanken, der dieses Bild malen lassen hat.

 

1992 wurde eine neue Margarethenfahne vorgestellt. Diese war von einem Maler aus Esch (Name ist leider nicht überliefert) auf Stoff gemalt worden.

 

Bei der Versammlung am Jahresende wurde zum ersten Mal eine Frau als 1. Vorsitzende gewählt.

 

Leider Endet hier die Überlieferung der alten Protokolle und es fängt erst 2008 wieder an.

 

Nachdem es im Jahr 2008 gewaltig im Bürgerverein gekracht hatte und vor allem im Vorstand, der dann im Streit auseinanderging, trafen sich einige Vereinsangehörige um das zu retten was noch zu retten da war. Zuerst wurde wieder eine Versammlung einberufen. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt, der aber mangels Interessenten nur aus 4 Leuten bestand. Als der neue Schriftführer die vorhandenen Unterlagen überprüfte, die er vom Vorsitzenden erhalten hatte, stellte dieser fest, dass einige Sachen fehlten. Klartext, es fehlt das Protokollbuch für die Zeit von 1993 bis 2007.

 

2008 wurde dann wieder neu gestartet.

 

2009 wurde dann eine Kirmes organisiert die aber schon im Zeichen der schlechten Verhältnisse der Vorjahre stand.

 

Im Frühjahr 2010 war es dann soweit. Der Notvorstand hatte zur Versammlung eingeladen. Bei dieser Versammlung waren dann 2 Mitglieder die den Antrag auf Auflösung des Vereins stellten. Das vorhandene Geld soll dann an die Mitglieder zu gleichen Teilen Ausgezahlt werden. Der Vorsitzende lies dann über diese Frage abstimmen. Von den 11 Mitglieder die zur Versammlung gekommen waren stimmten dann aber auch nur die beiden für eine Auflösung und neun waren dagegen. Einer von den beiden verließ dann auch die Versammlung und danach den Verein. Der verbleibende Rest war dann für einen kompletten Neustart.

 

Die Statuten wurden überarbeitet, und der Verein wurde nach Genehmigung durch die Mitglieder beim Vereinsgericht in das Vereinsregister eingetragen und heißt nun Bürgerverein „Einigkeit“ Tollhausen e.V.

 

2010 um für Kirmes Kosten zu sparen wurde ein Zelt der Größe 6X12m angeschafft in dem nun die Kirmes gefeiert wurde. Da inzwischen auch Verhandlungen mit der Gemeinde Elsdorf getätigt wurden, um das freiwerdende Feuerwehr Gerätehaus für den Bürgerverein zu nutzen, wurde die Kirmes nun im kleinen Zelt auf dem Platz vor dem ehemaligen Feuerwehr Gerätehaus gefeiert.

 

2011 Nach weiteren Verhandlungen mit der nun Stadt Elsdorf, konnte das ehemalige Feuerwehr-Gerätehaus vom Bürgerverein in Eigeninitiative zu einem Bürgerhaus für Tollhausen ausgebaut werden.

 

2012 Mittlerweile finden nun 2x im Jahr ein Seniorentag statt. Kirmes und Vatertag werden im Kleinen Zelt am Bürgerhaus gefeiert und das Bürgerhaus wird für Familienfeiern und Vereinsversammlungen genutzt.

 

2014 Da die Kirmes immer weniger besucht wurde, mussten neue Ideen her. Es wurde dem Vorstand dann von außerhalb eine Idee angeboten ein ganz großes Fest zu veranstalten. Dies führte im Endeffekt dazu das es wieder zum Bruch im Vorstand kam. Im Dezember setzten sich dann 6 junge Leute zusammen und beschlossen sich in den Vorstand wählen zu lassen um dann ein großes Fest zu organisieren.

 

Im Frühjahr 2015 war es dann so weit. Die jungen Leute waren im Vorstand und es wurde ein großes Fest geplant. Es wurde eine Benefizveranstaltung für krebskranke Kinder durchgeführt. Die Veranstaltung „Bock op Kölle – ein bunter Abend für krebskranke Kinder“ war geboren.

 

2016 Der Bürgerverein Tollhausen e.V. ist mittlerweile als ein Verein bekannt der nicht nur im eigenen Dorf Feste feiert, sondern auch in den benachbarten Dörfern an viele Veranstaltungen teilnimmt. Das soziale Arrangement hat sich sowohl beim Vorstand als auch bei den Mitgliedern verinnerlicht.